Die Takatomo-Verschwörung

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Nach der NEOCHRON-Trilogie, die 1929 beginnt und mit der Mars-Landung im Jahr 1985 endet und ARBULON der im Heute spielt und einen Bogen in eine ferne Zukunft schlägt, handelt Die Takatomo-Verschwörung nun, wie es sich für einen echten SF-Roman gehört, ausschließlich in einer nicht ganz so nahen Zukunft. Der Handlungsort ist Triton, eine wahre Megastadt, die vage beschrieben irgendwo zwischen Polen und Frankreich, am Rand der etwas über die Ufer getretenen Nord-/Ostsee, angesiedelt ist. Eigentlich ein Utopia, denn nach den vielen Umweltkatastrophen der letzten Jahrhunderte, scheint sich die Menschheit technisch so weit weiterentwickelt zu haben, dass sie friedlich und auf sehr hohem Niveau leben kann. Der nahe Weltraum ist besiedelt und Kolonien und Bergbau bis in den Asteroidengürtel etabliert. Rein Oberflächlich scheint also alles in bester Ordnung zu sein. Man muss aber nur ein wenig an dieser Oberfläche kratzen, um die Schattenseiten dieser Welt zu erkennen. So trägt die Regierungsform eindeutig faschistische Züge, die mit ihren Regeln, alle nicht angepassten und schwer vermittelbaren Menschen in Armenhäuser sperrt. Die Verflechtung von Regierung und Wirtschaft begünstigt ein Ausgrenzen einer ganzen Gesellschaftsschicht die nicht in das saubere Image der Stadt passt.

Die 100.000 Menschen in solch einem Armenhaus wie dem Takatomo-Tower haben sich längst mit allem abgefunden und machen auf ihre Art das beste daraus. Sie leben. Als aber der skrupellose Eigentümer des Towers selbst, sich den Abriss und die damit verbunden Kosten ersparen will und lieber einen Unfall inszenieren will, ohne auf das Leben der Einwohner Rücksicht zu nehmen, wird das den Menschen zu viel. Sie wollen raus aus dem Gebäude, weil sich die Katastrophe nicht mehr aufhalten lässt. Als treibende Kraft für diesen Exodus steht der Ermittler Ganex Garibaldi, der bei der Untersuchung eines Massakers an 20 Jugendlichen auf die Spur dieses Verbrechens gerät.

Die Idee dahinter war eigentlich waschechten Steam-Punk gepaart mit etwas Philip Marlowe zu Papier zu bringen. Eine waschechte Detektiv-Geschichte in einem zukünftigen Setting das aussieht wie aus dem letzten Jahrhundert. Aber schon nach einigen Seiten habe ich gemerkt, wie schwer das durchzuhalten ist und habe mich auf die reine Ermittlertätigkeit meines Protagonisten und seiner Begleiter und in der späteren Handlung auf die Ausbruchsversuche der verschiedenen Gruppen aus dem Tower beschränkt. Insofern ziehe ich meinen Hut vor Autoren denen es gelingt ein solch komplexes Sujet auch durchzuhalten.

Herausgekommen ist, denke ich trotzdem, ein spannender Roman mit viel Action, Wendungen, Anspielungen auf die Pop-Kultur und unsere jüngere Geschichte und einigen Aha-Momenten, weil das möglicherweise niemand hat kommen sehen. Wie gerne würde ich bei so manchen Text-Passagen Mäuschen spielen und auf die Mimik des geneigten Lesers achten. Da sich das schlecht realisieren lässt, bleibt mir nur zu hoffen, dass recht viele von Euch ihre Meinung in Form einer Rezension bei Amazon hinterlassen.



3 Responses to Die Takatomo-Verschwörung

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