Zombiecalypse geht in die zweite Runde

Statt zu schreiben habe ich mich in den vergangenen zwei Wochen intensiv um den Online-Shop meines Fotogeschäftes bemüht. Muss ja schließlich auch mal gemacht werden. Die Stückzahl an verkauften Kindle- und Taschenbüchern ging derweil so ganz ohne Werbung natürlich ziemlich weit nach unten.

Gestern nun passierte es das erste Mal überhaupt, dass von Zombiecalypse nicht einmal ein einziges Buch verkauft wurde. Sonst sind es die letzten drei Monate immer zwischen zwei und vier Stück am Tag gewesen. Insgesamt sind es jetzt ganz knapp unter 1400 Stück in den sieben Monaten seit seinem erscheinen. Ich kann mich also wirklich nicht beklagen, mich  zurücklehnen und sagen, das liegt halt an der vielen Sonne. Wer liest denn schon bei solch einem Bombenwetter?

Nichtsdestotrotz verstehe ich es aber auch als Weckruf endlich in die Puschen zu kommen. Schließlich wollte ich dieses Jahr noch drei weitere Titel schaffen. Sternenreich2 liegt ja bereits bei den Beta-Lesern, von denen ich aber erst eine wohlwollende Rückmeldung habe. Fehlen noch ’ZOMBIECALYPSE2’ und ’GUS MASTERS: Der Baron’. GUS hatte ich zwar schon begonnen, aber aufgrund der mäßigen Verkaufszahlen von Teil eins eine geringere Priorität zugeordnet. Er wird kommen – definitiv. Aber eben etwas später.

Also habe ich gestern Abend mit ’ZOMBIECALYPSE2’ begonnen. Den Plot hatte ich ja schon länger im Hinterkopf. Und was soll ich sagen – es flutschte so richtig aus mir heraus. Die ersten drei von etwa sechzig Kapitel an einem Abend. Das machte wieder so richtig Spaß. Ich weiß natürlich genau, dass ich das Tempo unmöglich beibehalten werde. Dazu muss ich noch zu viel über Land und Leute recherchieren. Aber wenn Janine von LibriMelior-Lektorat mir ab Ende September noch ein Zeitfenster freihält, wird das definitiv was mit Weihnachten.

Sternenreich 2 ist bereit für die Beta-Leser

Kennt ihr das auch? Es ist praktisch unmöglich den Wortlaut eines Textes unmittelbar nach dem Ausdenken 1:1 auf das Papier zu bringen. Was sich eben im Kopf noch nach einem genialen Streitgespräch angehört hat, liest sich anschließend eher wirr und nichtssagend. Warum kann man seine Gedanken nicht wortgetreu für die Nachwelt festhalten?

Für das vorletzte Kapitel meiner Fortsetzung der STERNENREICH-Reihe musste ich ein paar übrig gebliebene offene Fragen klären, damit der Leser das Buch nicht am Ende zu klappt und fragt: »Hä? Und was ist mit dem …? Und wie hat er …?« In der ersten Version habe ich dazu einen langen inneren Monolog verpasst, der die vergangenen Geschehnisse Revue passieren ließ – und das war … ärrks. So was will keiner lesen. Also habe ich einen neuen Ansatz gesucht und das Kapitel neu geschrieben. Nach dem Grundsatz: »Show, don’t tell« haben wir die Protagonisten alle auf einem Haufen, jeder sagt etwas »kluges« und alle sind zufrieden. So war der Plan. Und was im Kopf auch hervorragend funktioniert hat, sieht auf dem Papier – sagen wir mal – na ja, besser als die erste Version – aus.

Also ein weiterer Versuch. Dieses Mal habe ich mich bei der wörtlichen Rede allerdings nicht darum gekümmert, wer was sagt, was für ein Gesicht er, sie oder es macht oder wie auf die Worte anderer reagiert wird. Erst einmal das Gespräch zu Papier bringen. Das sah zwar grauslich aus und für den Leser wäre diese Reinform wohl extrem verwirrend. Aber die Dialoge stimmten zumindest im Ansatz mit dem überein, was ich im Kopf hatte. Erst in einem zweiten Step bin ich dann darüber, habe ein paar Sätze noch einmal versetzt und hinzugefügt, von wem was kommt und weitere Details zur Ausschmückung geschrieben. Und jetzt liest es sich schon erheblich besser. Hundertprozentig zufrieden bin ich zwar immer noch. Aber das ist bei mir normal.

Ich bin jedenfalls gespannt darauf, was die Beta-Leser dazu sagen haben. Zwei habe ich schon. Es dürfen aber durchaus noch ein paar mehr sein. Also, bewerben!