Bilanz 2018

Langsam aber sicher, neigt sich wieder ein Jahr dem Ende entgegen. Es ist also wieder einmal an der Zeit über Erfolge und Misserfolge zu reden – das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen. Oder ist das noch zu früh?

Vorweg, Misserfolge hat es in dem Sinn eigentlich nicht gegeben. Es gibt eigentlich nur eine Sache, die mir Sauer aufstößt und das ist das Versagen meiner Veröffentlichung über BoD.

Ich habe darüber im vergangenen Jahr schon das eine oder andere Mal lamentiert. Trotz ganz ansehnlicher Verkaufszahlen wäre die STERNENREICH Gesamtausgabe bei Amazon besser aufgehoben gewesen. Für 750 verkaufte Einheiten gab es im Schnitt etwas weniger als einen Euro Erlös. Wenn man bedenkt, dass sowieso etwa 700 Stück davon über Amazon gingen, wäre der Erlös dort bei weitem höher gewesen. Dabei sind die sehr wahrscheinlich zusätzlichen Verkäufe über KindleUnlimited und der unvermeidliche Synergie-Effekt noch nicht einmal berücksichtigt.

Damit wir uns richtig verstehen. Ich habe kein Minus gemacht. STERNENREICH hat mir schon allein mit der Veröffentlichung der Heftromane bei Amazon ein dickes Plus beschert. Und es ist natürlich müßig darüber zu sinnieren, was hätte sein können. Hätte, hätte … Fahradkette, eben.

Aber als Konsequenz habe ich die Veröffentlichung über BoD zum 11. November gekündigt und eine Neuveröffentlichung über Amazon vorbereitet. Das passt zeitlich ’wie Faust auf Auge’, denn kurz darauf, voraussichtlich Anfang Dezember, wird ’STERNENREICH – Die letzte Kaiserin’ erscheinen.

Dass es auch anders geht, zeigt mein überraschender Erfolg mit ZOMBIECALYPSE. Der Titel hält sich in der Platzierung nun schon seit Monaten wacker im Bereich zwischen den Plätzen 4000 und 10000. Jeden Tag gehen davon immer noch zwei bis fünf Stück über den Ladentisch. Die Gesamtauflage liegt mittlerweile bei über 1600 Stück. Klar, dass hier ein zweiter Teil folgen musste.

ZOMBIECALYPE 2 ist als Taschenbuch bereits seit ein paar Tagen lieferbar. Die eBook-Version ist vorbestellbar und erscheint am 1. November. Aktuell läuft bei LovelyBooks gerade eine Leserunde mit sechzehn Teilnehmern, was mir zum Stichtag hoffentlich einige wohlwollende Rezensionen verschaffen wird. Die ersten Reaktionen lassen mich zumindest vorsichtig hoffen

Dass positive Rezensionen kein Garant für hohe Verkaufszahlen sind, ist mir natürlich klar. Das sehe ich an GUS MASTERS: Lilith. Mein Western-Held müht sich zwar redlich und irgendwann in naher Zukunft wird er die Kosten eingespielt haben. Aber, während ZOMBIECALYPSE dafür nur sechs Wochen gebraucht hat, sind es bei GUS nun schon sechs Monate. Immerhin sind es bis jetzt etwa 300 Verkäufe. Was ich als Erkenntnis daraus ziehe, ist die Tatsache, dass ein Western-Zombie-Roman eben doch nur eine kleine Nische bedient. Dennoch habe ich für 2019 einen weiteren Teil fest eingeplant.

Ebenso wie den dritten und abschließenden Teil zu ZOMBIECALYPSE und ein neues Projekt aus dem Bereich Urban Fantasy / Young Adult mit dem Titel LUX LUCEM.

Zusätzlich bekomme ich seit ein paar Tagen ein weiteres Projekt nicht aus meinem Hinterkopf, dass im direkten Zusammenhang mit STERNENREICH steht. Mal sehen was meine Lektorin mir dazu sagen wird. 😉 und natürlich, wie sich die Zahlen für STERNENREICH – Die letzte Kaiserin gestalten werden.

Zombiecalypse ist jetzt vorbestellbar

Am 25.September habe ich Zombiecalypse2 fertiggestellt und zum Lektorat eingereicht. Gleichzeitig habe ich das Manuskript, so wie es jetzt ist, bei Amazon hochgeladen und zum vorbestellen aktiviert.
Erscheinungstermin wird der 1. November 2018 sein. Bis zum 5. November kann man Zombiecalypse 2 für 1,99€ haben. Danach wird der Preis auf 2,99€ angehoben. 

So nebenbei habe ich auch die Print-Version schon mal vorbereitet und konnte es nicht lassen, zwei Autoren-Exemplare zu bestellen. Cover Rückseite und Spine habe ich dabei nur notdürftig hingeschludert. Und was soll ich sagen – heute kamen die beiden schon. Kaum mehr als 24 Stunden später. Irre.

Die Print-Version wird bei etwa 340 Seiten Umfang 11,99€ kosten.

Zombiecalypse 2 kommt gut voran

Der letzte Eintrag ist ja nun schon vier Wochen her. Es ist also an der Zeit wieder etwas von mir hören zu lassen. Faul war ich ganz sicher nicht. Im Moment gehört meine ganze Aufmerksamkeit halt dem zweiten Teil von Zombiecalypse. Mehr als 2/3 bzw. 380.000 Zeichen des Manuskripts sind jetzt verfasst. Ich schätze noch so zwei Wochen, bis es ans erste Überarbeiten geht. Aber eine Überarbeitung von Sternenreich 2 steht schließlich auch noch an. Da habe ich von meinen Testlesern noch ein bisschen was zum Verarbeiten bekommen.

Trotz mittlerweile 1500 verkaufter Zombiecalypse, werden leider nur sehr wenige Rezis verfasst. Deshalb freue ich mich natürlich ganz besonders über die zwei weiteren fünf-Sterne Bewertungen für den ersten Teil. Zum einen sind sie eine gute Motivation zum weiterschreiben, zum anderen setzen sie die Latte aber auch jedes Mal ein Stück höher. Jetzt mit dem zweiten Teil keinen Mist zu bauen, ist also schon eine Herausforderung.

Ich denke aber, dass ich mit der Handlung einen ganz guten Griff getan habe.

Eigentlich sind die Zombies am Ende des ersten Teils durch die VHF-Sender ja unter Kontrolle, somit keine wirkliche Gefahr mehr. Aber als Autor kann man natürlich sehr einfach Schlupflöcher, wie Rückblenden oder die Einführung eines veränderten Virus, nutzen.

Gerade gestern hatte ich dann überlegt, wie ich noch eine weitere Handlungsebene mit etwas mehr Zombie-Action einbauen kann, da entdeckte ich in der Facebook Timeline dann ein Premade-Cover von meiner Lieblings-Cover-Designerin Giusy Ame von Magical Cover Design. Und schon war der Strang in meinem Kopf da. Ein wenig Steampunk kann Zombiecalypse durchaus vertragen, denke ich. Wobei sich der Steampunk eher nur im Kopf des neuen semi-Protagonisten abspielen soll. Neugierig geworden? Ich auch. Mal sehen, ob ich das so hinkriege, wie ich mir das denke.

Noch etwas. Die Verkaufszahlen von GUS MASTERS: Lilith sind ja leider nicht auf dem Niveau wie ich das gehofft habe, was, wie ich jetzt vermute, am Preis von 3,99 € liegt. Denn über KU wird er schon recht oft gelesen. Auch sind die Kritiken ja durchaus positiv. Etwas mehr als 50 % der Kosten sind durch bisher 230 Leser eingespielt. Den Preis habe ich jetzt also auf 2,99 € gesenkt. Mal sehen was jetzt passiert.

Wer also GUS noch nicht kennt …

Zombiecalypse geht in die zweite Runde

Statt zu schreiben habe ich mich in den vergangenen zwei Wochen intensiv um den Online-Shop meines Fotogeschäftes bemüht. Muss ja schließlich auch mal gemacht werden. Die Stückzahl an verkauften Kindle- und Taschenbüchern ging derweil so ganz ohne Werbung natürlich ziemlich weit nach unten.

Gestern nun passierte es das erste Mal überhaupt, dass von Zombiecalypse nicht einmal ein einziges Buch verkauft wurde. Sonst sind es die letzten drei Monate immer zwischen zwei und vier Stück am Tag gewesen. Insgesamt sind es jetzt ganz knapp unter 1400 Stück in den sieben Monaten seit seinem erscheinen. Ich kann mich also wirklich nicht beklagen, mich  zurücklehnen und sagen, das liegt halt an der vielen Sonne. Wer liest denn schon bei solch einem Bombenwetter?

Nichtsdestotrotz verstehe ich es aber auch als Weckruf endlich in die Puschen zu kommen. Schließlich wollte ich dieses Jahr noch drei weitere Titel schaffen. Sternenreich2 liegt ja bereits bei den Beta-Lesern, von denen ich aber erst eine wohlwollende Rückmeldung habe. Fehlen noch ’ZOMBIECALYPSE2’ und ’GUS MASTERS: Der Baron’. GUS hatte ich zwar schon begonnen, aber aufgrund der mäßigen Verkaufszahlen von Teil eins eine geringere Priorität zugeordnet. Er wird kommen – definitiv. Aber eben etwas später.

Also habe ich gestern Abend mit ’ZOMBIECALYPSE2’ begonnen. Den Plot hatte ich ja schon länger im Hinterkopf. Und was soll ich sagen – es flutschte so richtig aus mir heraus. Die ersten drei von etwa sechzig Kapitel an einem Abend. Das machte wieder so richtig Spaß. Ich weiß natürlich genau, dass ich das Tempo unmöglich beibehalten werde. Dazu muss ich noch zu viel über Land und Leute recherchieren. Aber wenn Janine von LibriMelior-Lektorat mir ab Ende September noch ein Zeitfenster freihält, wird das definitiv was mit Weihnachten.

Sternenreich 2 ist bereit für die Beta-Leser

Kennt ihr das auch? Es ist praktisch unmöglich den Wortlaut eines Textes unmittelbar nach dem Ausdenken 1:1 auf das Papier zu bringen. Was sich eben im Kopf noch nach einem genialen Streitgespräch angehört hat, liest sich anschließend eher wirr und nichtssagend. Warum kann man seine Gedanken nicht wortgetreu für die Nachwelt festhalten?

Für das vorletzte Kapitel meiner Fortsetzung der STERNENREICH-Reihe musste ich ein paar übrig gebliebene offene Fragen klären, damit der Leser das Buch nicht am Ende zu klappt und fragt: »Hä? Und was ist mit dem …? Und wie hat er …?« In der ersten Version habe ich dazu einen langen inneren Monolog verpasst, der die vergangenen Geschehnisse Revue passieren ließ – und das war … ärrks. So was will keiner lesen. Also habe ich einen neuen Ansatz gesucht und das Kapitel neu geschrieben. Nach dem Grundsatz: »Show, don’t tell« haben wir die Protagonisten alle auf einem Haufen, jeder sagt etwas »kluges« und alle sind zufrieden. So war der Plan. Und was im Kopf auch hervorragend funktioniert hat, sieht auf dem Papier – sagen wir mal – na ja, besser als die erste Version – aus.

Also ein weiterer Versuch. Dieses Mal habe ich mich bei der wörtlichen Rede allerdings nicht darum gekümmert, wer was sagt, was für ein Gesicht er, sie oder es macht oder wie auf die Worte anderer reagiert wird. Erst einmal das Gespräch zu Papier bringen. Das sah zwar grauslich aus und für den Leser wäre diese Reinform wohl extrem verwirrend. Aber die Dialoge stimmten zumindest im Ansatz mit dem überein, was ich im Kopf hatte. Erst in einem zweiten Step bin ich dann darüber, habe ein paar Sätze noch einmal versetzt und hinzugefügt, von wem was kommt und weitere Details zur Ausschmückung geschrieben. Und jetzt liest es sich schon erheblich besser. Hundertprozentig zufrieden bin ich zwar immer noch. Aber das ist bei mir normal.

Ich bin jedenfalls gespannt darauf, was die Beta-Leser dazu sagen haben. Zwei habe ich schon. Es dürfen aber durchaus noch ein paar mehr sein. Also, bewerben!

Aktuelle Rezensionen

Erst bekomme ich vor 2 Tagen für die STERNENREICH Gesamtausgabe eine 4-Sterne-Wertung bei der die Rezension irgendwie so gar nicht zum Inhalt des Buches passt. Weder ist es die Geschichte eines Chronisten, noch wird irgendwann aus der Ich-Perspektive erzählt, sowie weitere eher sehr pauschal gehaltene Aussagen, die vielleicht nur rein zufällig mit dem übereinstimmen könnten, was das Buch beinhaltet. Insgesamt macht die Rezi also eher den Eindruck, als wäre sie für ein ganz anderes Buch geschrieben. Ich will mich gar nicht über vier Sterne beschweren. Ich wundere mich nur.

Sternenreich Rezension

Und dann erhalte ich für ZOMBIECALYPSE heute eine 3-Sterne Bewertung, die sich eigentlich hervorragend liest – abgesehen von dem Sterne-Abzug, weil das Buch NUR 270 Seiten hat. Bitte? Eine Kurzgeschichte? Mit fast 600.000 Zeichen oder umgerechnet 320 Normseiten?

ZOMBIECALYPSE Rezension

Natürlich kann man eine Geschichte problemlos auf 500 Seiten strecken. Nur, welchen Sinn hätte es die Farbe der Tapeten in einem heruntergekommenen Haus zu beschreiben, bevor der Angriff eines Zombies erfolgt? Eine Geschichte sinnlos auszuwalzen, nur um eine bestimmte Seitenzahl zu erreichen? Das ist für mich ein NoGo. Meine Storys sind straight, ohne nutzloses Zeug. Und wenn sie zu Ende erzählt ist, ist sie zu Ende. Unabhängig davon, wie viele Seiten bis dahin erreicht sind.

Natürlich setze ich mir ein ungefähres Ziel, was die Seitenzahl angeht. Aber ich bin doch nicht der Sklave dieser Zahl.

Für GUS MASTERS: Lilith gab es in den letzten Tagen eine ganze Reihe von Rezensionen, vor allem durch die Leserunde bei LovleyBooks. Die meisten mit 5, einige mit 4 und eine mit 3 Sternen, was völlig in Ordnung ist, weil der Rezensent eine gute Begründung für seine Meinung angibt. Dem kann man zustimmen oder auch nicht. Das ist eben Geschmackssache.

GUS MASTERS: Lilith Rezensionen

Abschließend möchte ich sagen, dass ich dankbar für jede Rezi bin. Das baut mich manchmal mehr auf, als ein Buchverkauf. Und wenn es eher weniger Sterne sind, spornt es mich an besser zu schreiben.

In diesem Sinne, liebe Leser, macht Autoren glücklich. Schreibt Rezensionen. Seit ehrlich, schreibt, was euch gefallen hat und was nicht. Kein Autor wird euch den Kopf abreißen, wenn ihr eine andere Meinung habt als er.

STERNENREICH – Die letzte Kaiserin

Faul war ich zwar nicht in den letzten acht Wochen. Immerhin habe ich sowohl ARBULON und Band 2 und 3 der NEOCHRON-Reihe komplett überarbeitet. Da war die DSVGO, die mich in Atem gehalten hat. Die Planung und Durchführung der verschiedenen Werbemaßnahmen für GUS MASTERS, ZOMBIECALYPSE, die NEOCHRON-Romane und die STERNENREICH Gesamtausgabe. Und zu guter Letzt kann ich mich zurzeit nicht beklagen, was täglich an Arbeit in meinem Geschäft anfällt.

Aber seitdem ich GUS MASTERS Anfang April ins Lektorat gegeben habe, war ich nicht mehr sonderlich kreativ. Hier ein paar Seiten am zweiten Band von GUS. Dort dreiviertel einer Kurzgeschichte die Band eins und zwei miteinander verbinden sollte und nun wohl doch eher in Band zwei integriert werden wird. Alles in allem nichts Weltbewegendes.

Gestern nun habe ich mich aufgerafft und mir die ersten Seiten der STERNENREICH Fortsetzung angeschaut, die ich schon im Januar geschrieben habe, bevor ich mich intensiv auf GUS MASTERS gestürzt habe.

Geplant hatte ich eine dreiteilige Fortsetzung mit jeweils etwa zweihundert Seiten, die am Ende wieder zu einer Gesamtausgabe verschmolzen wären. Ich weiß noch nicht genau, ob ich bei diesem Konzept bleibe. Im Moment tendiere ich eher zu einer direkten Veröffentlichung in einem dicken Roman. Das liegt einfach daran, dass ich ab November wieder der Herr über die erste Gesamtausgabe werde und eine parallele Neuveröffentlichung mit dem neuen Buch über Amazon plane.

An der Story wird sich nicht viel ändern. Die habe ich bereits ziemlich Detailliert durchgestylt. Ein paar Änderungen hier und da vielleicht, weil man durch den zeitlichen Abstand einen anderen Blickwinkel darauf bekommt.

Jedenfalls habe ich gestern Abend und heute den Tag über fast dreißig der geplanten sechshundert Seiten, also etwa 50.000 Zeichen, geschrieben. Für einen notorischen Langsamschreiber, der sonst kaum mehr als ein Kapitel am Tag schafft, weil er sich von Facebook und Co sofort wieder ablenken lässt, eine Menge Text. Manchmal ist so eine kreative Schaffenspause also auch von Vorteil. Danach flutscht es doch gleich doppelt so gut.

Eine kleine Kostprobe mit Knalleffekt am Ende gefällig?

4

Das Wiedersehen mit den alten Freunden hätte herzlicher kaum sein können. Selbst Julio Ogistram, der seit nunmehr fünf Jahren der persönliche Leibwächter der Kaiserin war, vernachlässigte für ein paar Augenblicke seine Wachsamkeit und zog seinen alten Schützling Finn Huck fest an sich. Etwas neidisch betrachtete Gisbert die Szene. So herzlich hatte der dreihundert Pfund schwere Oganer ihn und Lopold nicht begrüßt.

Auch die Kaiserin ließ es sich nicht nehmen, den Leutnant intensiv zu drücken. Den Blick ihres Kammerdieners ignorierte sie schmunzelnd.

»Wir sind hier doch unter uns, Raglund«, hatte sie nur gesagt.

»Du bist etwas dicker geworden, Finn«, scherzte Lopold sofort und knuffte seinem großen Freund freundschaftlich gegen den Oberschenkel.

Andiemus van Poter schaute grinsend zu dem nur hundertzwanzig Zentimeter großen Pelzwesen hinab: »An das, was du zugelegt hast, komme ich aber nicht heran.«

Um kein allzu großes Aufsehen zu erregen, war die TINKERBELL auf dem »kleinen« Flottenverwaltungseigenen Raumhafen geparkt, der sonst nur für schnelle Kurierschiffe genutzt wurde. Der Hofstaat auf Imperium Prime wusste, abgesehen von Raglund Pfister, nichts von der Stippvisite in das Nachbarsystem. Tanjatabata Penelopa deTiera hatte das angenehme mit dem nützlichen verbunden und die TINKERBELL samt ihrer Aufpasser als Transportmittel genutzt. Ein klein wenig war die Kaiserin erstaunt gewesen, dass der Kammerdiener sich kein bisschen gegen den Ausflug zur Wehr gesetzt hatte.

»Und? Was hat es nun mit diesem Gedicht auf sich? Könnte es nicht einfach nur der Ruf nach Aufmerksamkeit eines schlecht bezahlten und von seinen Kollegen geschnittenen Professors handeln, der eine Geschichte frei erfunden hat?«

Im Gegensatz zu der Kaiserin und Finn Huck aka Andiemus van Poten, kannte noch niemand den Wortlaut des Gedichts und warum es die beiden und den Professor in solch helle Aufregung versetzt hatte. Gisbert Mortens konnte ich aber denken, dass sie sich hier nicht nur wegen ihrer alten Freundschaft trafen. Da musste schon etwas mehr dahinter stecken.

Der Leutnant kramte zunächst wortlos den Papierzettel hervor und reichte ihn der Kaiserin, die aber nur einen kurzen Blick darauf warf und ihn sofort an Gisbert weiterreichte.

»Unwahrscheinlich. Ich habe die vergangenen Tage den Professor intensiv überprüfen lassen. Er ist zwar ein klein wenig geltungssüchtig. Aber sein Ansehen in der Fachwelt ist über alle Zweifel erhaben. Außerdem habe ich mir mittlerweile die Originaldateien vor Ort angesehen. Das Gedicht ist ja nur das, was ohne Dechiffrierung lesbar ist. Da gibt es noch ein paar weitere Dateien.«

»Eine Blume – dornig und tiefrot,
am Tag der Krönung, ganz genau,
aus Zauberer Hand – nun lange tot –
fiel sie an die eine Frau.«

Gisbert hatte laut vorgelesen und ließ die Hand nun sinken. »Ja und? Da hat jemand ein nettes Gedicht geschrieben, dass nicht nur dich … ähem …«, stotterte er. »Darf ich noch Tanja sagen?« Verlegen schaute er zur Kaiserin, weil ihm das jetzt erst auffiel. Seit ihrem Start von Imperium Prime hatte er nicht darüber nachgedacht.

»Natürlich Gis. Wir sind unter uns«, wiederholte sie und amüsierte sich über den entsetzten Blick ihres Kammerdieners.

»Ein Gedicht, dass einen zu Tränen rührt, wenn man weiß um was es geht«, vollendete Gisbert seinen Satz erleichtert. »Also, wo ist da jetzt das Problem?«

»Nun, dieses Gedicht ist bereits etwa fünftausend Jahre alt.«

NEOCHRON -Neuauflage-

Oooch menno. Ich weiß nicht, wie oft ich meine NEOCHRON-Romane in den vergangenen zwei Jahren bereits überarbeitet habe. Bestimmt so an die sechs oder siebenmal ziemlich intensiv. Ich bin natürlich kein Lektor. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass ich immer wieder was Neues finde. Nach der letzten Überarbeitung, die ich in der vergangenen Woche meinte abgeschlossen zu haben, gingen die beiden wieder einmal verbessert, mit neuem Cover und neuem Satz, Online.

Dann schaue ich am nächsten Tag bei Amazon über den »Blick ins Buch«, ob auch die richtige Version schon zu sehen ist, lächelt mich doch da noch ein weiteres DAS an wo ein DASS hätte stehen müssen. Also noch einmal ran gesetzt und nur speziell auf die achthundertvierzig DAS Jagd gemacht. Vierzehn weitere habe ich gefunden. Außerdem immer noch fünf Zahlen als Zahl anstatt als Wort. Und als Krönung hat bei Tablet-Schach, von der Erstveröffentlichung an, dass Kapitel 9 zweimal existiert.

Jetzt bin ich zufrieden. Das war ich zwar jedes Mal, aber gefühlt habe ich in beiden Büchern diesmal über 1000 Korrekturen vorgenommen. Nicht nur an der Rechtschreibung, sondern auch ganze Abschnitte neu geschrieben.

Da »Eine zweite Chance« noch bis November bei BoD »fest« liegt, steht die Print-Version vorerst noch nur mit dem »alten« Cover zur Verfügung. Die Cover hat übrigens Giusy Ame von MagicalCover angefertigt.

 

Verlosung

So. Die Gewinner der April Verlosung werden hoffentlich in den nächsten beiden Tagen Post bekommen. Hat etwas gedauert, weil ich die Verpackungsfrage etwas unterschätzt habe. In die gepolsterten C5 Umschläge passt natürlich KEIN Hardcover hinein. Ich hoffe, dass die Bücher heil ankommen.

Es kommt noch hinzu, dass meine Poststelle eigentlich genau vis a vis meines Ladens ist. Und trotzdem habe ich das aus Zeitgründen am Freitag nicht mehr auf die Reihe bekommen.

Wie üblich, habe ich die Bücher auch signiert, was ich vielleicht auf ein Autogramm hätte reduzieren sollen. So gesehen habe ich nämlich eigentlich gar keine schlechte Handschrift. Aber mit einem Füllfederhalter gewollt Schönschreiben, ist eine ganz andere Hausnummer. Verzeiht mir also das schreckliche gekrakel.

Vielleicht noch der Hinweis, dass bis Ende Mai noch eine weitere Verlosung läuft. Am 31.Mai verlose ich dieses Mal zehn digitale Bücher, mit freier Auswahl aus meinem bisherigen Schaffenswerk, unter allen Abonnenten des Newsletters.

Resümee nach 7 Tagen

Gus Masters : Lilith ist jetzt seit einer Woche auf dem Markt. Zu behaupten, dass ich mit den Absatzzahlen zufrieden wäre, scheint mir übertrieben zu sein. In den ersten sechs Tagen der Vorbestellbarkeit kam jeden Tag eine hinzu. Das war es dann aber auch. Mittlerweile sind etwa zwanzig gekauft oder ausgeliehen und gelesen worden. Das ist keine Zahl die mich frohlocken lässt. ZOMBIECALYPSE geht dagegen, fünf Monate nach seinem Erscheinen, immer noch drei- bis achtmal am Tag über den virtuellen Ladentisch. Ich habe eigentlich keine Sorge, das GUS am Ende irgendwann seine Kosten nicht wieder eingespielt haben wird. Aber ein wenig mehr erwartet habe ich mir eigentlich schon. Zumal ich noch Stoff für wenigstens zwei weitere Bände habe und Teil zwei sogar schon zu einem Drittel steht.

Immerhin sind, vor allem durch die LovelyBooks-Leserunde, ein paar durchweg positive Kritiken eingetrudelt. Selbst die 4 von 5 Sterne-Bewertung klingt im Text wie 6 von 5 Sterne.

Ich habe hin und her überlegt, woran das liegt. Falscher Zeitpunkt, weil für den KindleStorytellerAward 2018 ALLE ihren Titel zum 1.Mai an den Start gebracht haben? Ist das Wetter zu schön? Sind 3,99€ für die Kindle-Version, entgegen aller Beteuerungen vieler Kollegen, dass der Preis für ein eBook kaum eine Rolle bei der Kaufentscheidung spielt, doch zu teuer? Oder, was ich am wahrscheinlichsten vermute, ist die Tatsache, dass die Handlung in einem Western-Setting spielt, daran Schuld? Ja, es kommen ein paar Pferde darin vor. Und die Handlung ist 1869 angesiedelt. Aber eigentlich spielt das Setting in einem Roman um Untote doch gar keine Rolle. Oder?

Man weiß es nicht.