Amazon Rangliste

Manchmal frage ich mich, ob der Amazon-Algorithmus für die Einordnung in die Rangliste, noch alle an der Klatsche hat. Sorry, für diesen sehr umgangssprachlichen Ton. Ich gönne ja jedem Autor den Erfolg. Aber wenn ich sehe, dass tagelang Aufsätze, die von Hauptschülern stammen könnten (Orginalton einer Rezension) oder die Begrifflichkeiten aus einem halben Dutzend Fernsehserien geklaut sind (Orginalton einer Rezension), 1000 oder 2000 Plätze vor meinen eigenen Werken liegen, obwohl ich seit drei Wochen am Tag zwei bis fünf Stück verkaufe oder über KindleUnlimited gelesen werde, muss ich mich das einfach fragen.

Das jemand so Dumm sein kann und, nach einem »Blick ins Buch« und/oder einer Durchsicht der bisherigen Rezensionen, tatsächlich auf den »Kaufen«-Button drücken könnte, kann ich mir einfach nicht vorstellen. Ich verzichte auf eine Nennung von Titeln. Da kann sich jeder selber von überzeugen. Es genügt in der Top100 Science Fiction Rangliste mal die Plätze 60–100 durchzuschauen. Da sind mehrere von diesem Kaliber zu finden.

Zwei Erklärungen kann ich dafür finden. Die erste dürfte eher unwahrscheinlich sein. Denn Stützungskäufe bringen eher im Börsen- oder Devisenhandel etwas, als bei Amazon. Dort wäre es wohl eher so, als würde man Geld verbrennen. Die zweite Möglichkeit ist, dass die Anzahl der Sterne bei einer Beurteilung keine und die Anzahl der Verkäufe nur eine geringe Rolle spielen. Siebenmal ein Stern und Zweimal fünf Sterne (so offensichtlich selbst verfasst, dass es schon weh tut sie nur anzusehen) sind eben mehr als Nullmal kein Stern. Das ist halt der Grund, warum Autoren so sehr auf Rezensionen angewiesen sind. Auch eine drei-Sterne Rezension ist halt eine Menge Wert.

Statistik

Der eine oder andere hat es vielleicht schon mit bekommen. Ich bin ein Statistik-Freak. Ob es nun meine Umsatzzahlen im Geschäft oder die Verkäufe meiner Bücher betrifft. Ich will die Tabelle auch nicht im Detail erläutern. Nur eine kurze Erklärung: KOLL ist die Kindle Owners Lending Library, die Leihbücherei. Gemessen werden die tatsächlich gelesenen Seiten, für die es dann für Februar z.B. 0,0035757 Cent pro Seite gegeben haben wird. Denn noch habe ich keinen Cent davon gesehen. Geld gibts erst 60 Tage nach dem Monat. Aber das ist Okay.

Interessant wäre die Gesamt-Auflage aller meiner Romane. 371. WOW! (Wobei ich heute entdeckt habe, dass über ePubli.de noch 16 Romane verkauft wurden, OBWOHL die Vereinbarung längst gekündigt war. Die stecken da noch nicht drin. Aber das wird noch ein eigener Blog-Eintrag.)

Eingepflegt ist auch nicht die Zahl der kostenlosen Downloads (ca.1100) und die illegalen über die Raubkopiererseiten.

Skizze

Rezensionen erwünscht

Dass »Die Takatomo-Verschwörung« doch leider mehr Rechtschreibfehler enthält, als ich gedacht hätte, habe ich ja nun mittlerweile akzeptiert. Auch wenn ich die Aussage »… ständig stolpert man über Rechtschreibfehler …«, für maßlos übertrieben halte. Ein anständiges Korrektorat kostet, nicht ohne Grund, für ein TB dieser Größe etwa 300€ 500€. Aber das soll jetzt nicht das Thema sein. Sobald ich mein nächstes Projekt am kommenden Wochenende in die Beta-Phase geschickt habe, werde ich den Roman ein weiteres Mal überarbeiten. Mittlerweile habe ich schließlich meine Fähigkeiten in der Hinsicht erneut weiter verbessert. Auch dieses Mal wird mir keine hundertprozentige Fehlerkorrektur gelingen.

Aber, ich habe es schon ein an anderer Stelle erwähnt. Selfpublisher sollten auch unter dem Gesichtspunkt, dass Rechtschreibfehler nun einmal ohne ein bezahltes Korrektorat nicht auszuschließen sind, fair beurteilt werden. Selbst der Rezensent (»Gute Story, gut geschrieben und sehr spannend.«) und die meisten Probeleser halten die Story für Lesenswert. Was aber die eine, einzelne, schlechte Kritik für Auswirkungen haben kann, sieht man sehr schön auf dem Chart. Mit erscheinen der Rezension bricht der Verkauf und die Ausleihe über KindleUnlimited völlig ein.

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Finanziell kann ich damit Leben, weil ich nicht auf die paar Euro angewiesen bin. Aber es ärgert mich und schadet meinem Ego.

Ich möchte auch nicht irgendwen dazu bringen, sofort eine 5-Sterne Rezension zu schreiben. Aber wer den Roman gelesen hat und mit der Geschichte zufrieden war, könnte doch bitte so lieb sein und das dem nächsten Interessenten auch mitteilen. Bitte keinesfalls irgendwelche Lobhudeleien. Eine ehrlich getroffene Aussagen über Handlung, Lesbarkeit und Zufriedenheit sind mir allemal lieber, als irgendwelche Superlative.
Ob und wie sich das auf die Verkaufszahlen auswirkt, werde ich dann mitteilen.

Kapitel 10 als kleinen Teaser

Vor ihnen endete der Gang nach knappen 20 Metern um von dort aus nach rechts und links zu gehen. Genau dort spazierte in aller Seelenruhe ein Zwerg, gefolgt von drei riesigen echsenartigen Wesen mit Waffen im Anschlag, um die Ecke. Es schien beinahe, als schlenderten sie gemütlich vor sich hin. Die Waffen der Echsen zeigten dabei auch eher Richtung Boden als zu ihnen herüber.

»Para-Kräfte. Vier Gegner. Eins plus drei an der Ecke von rechts kommend«, murmelte sie leise in ihr Mikro. »Ich schalte als Erstes den Zwerg aus.« Noch während sie das sagte, hatte sie den Zwerg bereits ins Visier genommen und feuerte, als die ’Ready’-Meldung in ihrem Head-Up grün aufleuchtete. So konnte sie sich zu 100 Prozent sicher sein einen Treffer zu landen. Für die anderen sah es so aus, als würde sie nur in Richtung einer leeren Gangecke schießen. Erst als Jasemins Energiestrahl von einer irrlichternden Kugel über die ganze Breite des Korridors verteilt wurde, hatten sie ein Ziel, auf das sie sofort ebenfalls feuerten.

»Die waren so sicher, dass sie unbemerkt an uns vorbeikommen«, lachte Jasemin laut über den Donner der Waffen.

»Funkdisziplin einhalten«, rief Atron zurück. »Kontakt an der Mall. Zweite Gruppe vorrücken. Wir nehmen sie in die Zange.«

Die drei Energiestrahlen der Marines vereinigten sich auf einem Punkt. Blendend helles Licht verhinderte, dass sie etwas sehen konnten. Deshalb schalteten die Anzüge der Marines automatisch Filter vor. Erst jetzt konnte zumindest Jasemin genauer sehen, auf wen sie gerade ihre Waffen abfeuerten. Ihr Head-Up-Display zoomte die Gruppe so nahe heran, als stünden sie in nur vier bis fünf Metern Entfernung.

Eigentlich hätte ihre Aufmerksamkeit dem Zwerg gelten müssen. Denn eindeutig war er für die Unsichtbarkeit der Gruppe verantwortlich. Er hatte sich auf ein Knie gehockt, die linke Hand mit gespreizten Fingern erhoben und sein Kinn an die Brust gelegt. Offenbar konzentrierte er seine Kräfte, um die Energiestrahlen abzuwehren und die Unsichtbarkeit aufrecht zu erhalten. Ihn auszuschalten hätte also eigentlich Priorität haben müssen. Stattdessen konnte sie ihren Blick nicht von den drei Echsen hinter dem Zwerg abwenden. Sie waren mindestens zwei Meter groß und besaßen, bis auf den Kopf, eine durchaus menschliche Statur. In aller Seelenruhe standen sie dicht hinter dem Zwerg und erwiderten das Feuer. Dabei fletschten sie die spitzen Zähne in ihrem vorspringenden Maul. Der braungraue Schuppenpanzer wurde von den Schultern abwärts durch eine eng anliegende Uniform ohne Abzeichen verdeckt. Die Muskelberge darunter standen denen der Oganer in nichts nach. Die roten Augen an den Seiten des Schädels ruckten ständig hin und her. Jasemin wurde unkonzentriert und zielte viel zu kurz. Da die Energiestrahlen ihrer beiden Kameraden beständig dasselbe Ziel suchten, ging für kurze Augenblicke viel Energie daneben. Die Eindringling sahen offenbar ihre Chance und waren vom einen Augenblick zum anderen verschwunden.

»Verdammt«, fluchte Fellmer, »wo sind die hin?« Fellmer und Atron hatten sofort gemerkt, dass Jasemin aufgehört hatte zu schießen und ihr Feuer ebenfalls eingestellt. Die Antwort bekam er, als ihn ein Energiestrahl in den Rücken traf. Der Körperschirm verhinderte schlimmeres aber die kinetische Energie des Volltreffers schleuderte ihn gut zwei Meter nach vorne. Der Schuss musste aus kürzester Distanz abgegeben worden sein.

»Atron. Hinter dir«, schrie Jasemin und feuerte auf eine der Echsen die kaum drei Meter entfernt, hinter Atron stand und nun auf ihn anlegte. Sie fühlte sich schuldig, weil sie mit ihrer Unachtsamkeit den Angreifern für kurze Zeit eine Atempause verschafft hatte. Ihr Strahler war nicht stark genug den Schirm der Echse zu durchdringen. Aber der Schirm selbst erstrahlte wieder in einem grellen weiß und Atron, der sich gedankenschnell herumgeworfen hatte, feuerte aus kaum drei Metern Entfernung mitten hinein in das Licht. Genau wie Fellmer eben, wurde die Echse weit nach hinten geschleudert. Aber zusätzlich durchdrang der Energiestrahl den Schirm des Echsenwesens und durchbohrte ihn geradezu. Und dann war der Spuk auch schon wieder vorbei. Der Zwerg und die beiden verbleibenden Echsen waren verschwunden. Zurück blieb nur der rauchende Körper der dritten.

»Ogdan an OPZ. Ein Gegner ausgeschaltet. Drei auf der Flucht.« Und an seine Kameraden gerichtet: »Seid ihr Okay? Fellmer? Jasemin?« Alle drei standen mit gesenkten Waffen zwischen den Bänken der Mall und starrten auf die Echse zu ihren Füßen. Aus dem gerade noch heiß umkämpften Gang kamen weitere Marines heran gestapft.

»So einen schon mal gesehen?«, fragte Fellmer, der sich streckte, um seine geschundenen Glieder zu dehnen. Bis jetzt hatten sie nicht sehen können auf wen sie da geschossen hatten.

Atron und Jasemin schüttelten verneinend ihre Köpfe.

»Nein. Ich hab gehört, dass wir in den Randgebieten kürzlich auf eine neue Rasse getroffen sind, die echsenartig sein soll. Aber das ist Garde-Technik.« Er zeigte auf den Anzug und die Waffe. »Im Hangar steht ein imperiales Kurierschiff und sie haben Codes benutzt, die sie nicht haben dürften.«

»Das Para-Wesen war ein Zwerg«, ergänzte Jasemin das Wissen der anderen. »Einen Meter zwanzig vielleicht. Sah durchaus menschenähnlich aus. Viel konnte ich nicht erkennen. Dunkle Kutte, große Augen und riesige Ohren. Fast ein Albino, so weiß war die Haut.«

»OPZ. Mitgehört?«

»Beschreibung wird in der Datenbank gesucht. Standby«, kam die Antwort sofort über ihre Headsets.

»Offenbar können die sich auch noch zeitlos versetzen«, meinte Jasemin. Sie war sich erst nicht sicher, ob sie den anderen ihre Unachtsamkeit gestehen sollte, hielt es aber dann doch für besser.

»Mach dir keinen Kopf. Ohne dich hätten wir doch ziemlich alt ausgesehen«, tröstete sie Fellmer nach ihrem Geständnis. »Ich verspreche dir, dass wir dich zukünftig nie wieder mit deiner Fähigkeit aufziehen werden.« Atron nickte bestätigend.

»OPZ hier«, drang aus ihren Kopfhörern. »Eindringlinge wurden in der Nähe des Hangar-Zugangs B4 in ein weiteres Gefecht verwickelt.«

»Das ist fast direkt unter uns. Los Leute.« Atron stürmte samt der Verstärkung in Richtung Rampe am anderen Ende der Mall.

Aus. Aus. Aus. Das Spiel ist aus.

Nein, ganz so schlimm ist es nicht. Ich wollte auch gar nicht so pessimistisch klingen. Aber dennoch. Das war es dann wohl, mit meinen hochfliegenden Autorenplänen. Es war ja auch zu schön um wahr zu sein. Nach bis zu 10 Verkäufen pro Tag, ist die Zahl jetzt am zweiten Tag in Folge auf Null gegangen. Dafür gebe ich keinesfalls der einen durchwachsenen Kritik die Schuld, in der die Story, die Spannung et cetera zwar hoch gelobt aber die Rechtschreibung erneut massiv bemängelt wurde.

An den abnehmenden Verkaufszahlen ist eher der Algorithmus des Amazon-Rankings Schuld. Welche Faktoren dabei eine Rolle spielen, weiß außerhalb Amazons wahrscheinlich niemand. Ich vermute aber mal, dass man zu Beginn, solange man den Bonus der Neuerscheinung hat, prominent präsentiert wird. Ohne diesen Bonus rutscht man danach eher schnell im Ranking nach unten, wenn man das nicht durch eine Menge Verkäufe verhindern kann. Schließlich gibt es jeden Tag Neuerscheinungen, die diesen Bonus natürlich auch bekommen. Die Menge, um das zu verhindern, habe ich also offenbar totz aller Euphorie, nicht erreicht. Sehr gut sehen kann man das an dem Ranking der beiden Romane, die ich zuletzt bei Amazon untergebracht habe. Trotz geringerer Verkaufszahlen, liegen sie mittlerweile weit vor meinen beiden Vorzeigestücken.

Noch etwas zur Rechtschreibung. Ich konnte es nach der erneuten Überarbeitung gar nicht glauben, dass dort tatsächlich noch mehr als ein paar belanglose Kommafehler drin sein sollten. Schließlich haben mehrere Testleser dabei geholfen, Unmengen von Fehlern zu korrigieren. Aber eine Anfrage in der Facebook-Gruppe der Bücherwürmer, für deren Mithilfe ich mich an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken möchte, brachte ein niederschmetterndes Ergebnis zu Tage. Es scheint doch erheblich Schlimmer zu sein, als ich mir habe träumen lassen.

Was also kann ich aus dieser Erkenntnis für mich gewinnen? Dass ich, bei allem was ich im letzten Jahr gelernt habe, trotzdem wohl niemals fehlerfrei werde schreiben können? Das kann wohl, mit Blick auf so manchen Kommentar bei Facebook oder in den Nachrichtenportalen, kaum jemand von sich behaupten. Auch wenn das natürlich zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Das ein Lektor oder zumindest Korrektor essentiell ist? Wenn man tatsächlich das Ziel verfolgt ein »berühmter« Autor zu werden, sicher. Nur hatte ich aber nie die Absicht gehabt, oder auch nur im entferntesten gehofft, davon Leben zu wollen.

Die Frage reduziert sich also allein darauf, welchen Anspruch ich an mich selbst habe. Aber so sehr ich das auch ändern möchte, behält da eindeutig der Kaufmann in mir die Oberhand. Mit meinen fünf Romanen habe ich nach aktuellem Stand bei Amazon in 4 Wochen etwas über 300€ verdient. Klingt natürlich toll. Dazu muss man aber wissen, dass ein simples Korrektorat für EINEN Roman mit 480.000 Zeichen auch etwa genauso viel kostet. Ohne Garantie, dass man dann anschließend einen Bestseller in Händen hält. Ich bin zwar sehr von meiner eigenen Schreibe überzeugt, aber mehr als ein Nischenprodukt, bei der ich nur eine begrenzte Zahl an Lesern erreiche, werde ich mit meinen SF-Romanen wohl nicht erschaffen können.

Die Forderung nach einem fehlerfreien Text im Bereich eines selfpublishers ist also m.E. illusorisch. Ein typisches eBook was das leistet, wird in der Regel nur von Verlagen veröffentlicht. Dann kostet es aber eben auch selten weniger als 4,99€. Die großen Titel liegen eher sogar zwischen 6,99 und 8,99€. Und bei aller Liebe eines Lesers zum Lesen, werden wohl kaum genug Leser soviel Geld für eine Kindle-Version eines unbekannten, verlagsfreien, selbstpublizierenden Autor hin legen, um auch nur ansatzweise die Kosten decken zu können.

Leser müssen also bei einem Preis von 2,99€ meiner Meinung nach auch Abstriche in dieser Hinsicht hinnehmen. Dabei rede ich nicht davon, dass sich Leser mit allem zufriedengeben müssen was man ihnen vorsetzt. Ein Text sollte natürlich schon lesbar sein. Dass ich dafür dann auch einen Hinweis auf Rechtschreibfehler in der Rezension hinnehmen muss, solange sie nicht unter der Gürtellinie liegen, versteht sich von selbst.

Ich kann nur versuchen mich zu verbessern. Das setzt natürlich voraus, dass ich weiter schreibe. Und das werde ich. Denn schon Sepp Herberger hat gesagt: Nach dem Spiel, ist vor dem Spiel.

Wer weiß. Meine beiden Projekte, die ich jetzt schon begonnen habe, werden vermutlich noch nicht in den Genuss kommen. Aber vielleicht ist ja doch der überübernächste einer, bei dem mein Ego meinen kaufmännischen Sinn überstimmt und doch ein Lektorat/Korrektorat fordert.

Rechtschreibung

Wie alle selfpublisher stehe ich vor dem Problem, zwar offenbar einerseits eine gute Geschichte geschrieben zu haben aber andererseits mir dafür kein Korrektorat geschweige denn einen Lektor leisten zu wollen. Denn bei aller Liebe zum Metier muss ich keine 600€ investieren, um dann am Ende 200€ damit zu verdienen. Ich muss also mit den zwei Dutzend Rechtschreibfehlern auf 75.000 Wörtern leben. Muss ich mir aber dann dafür auch sagen lassen, dass der Text unlesbar wäre? Oder irre ich mich einfach und es sind doch deutlich mehr Fehler enthalten als ich denke, so dass an der Aussage vielleicht doch etwas Wahres dran ist?

Ich weiß, dass meine Rechtschreibung nicht auf Verlagsniveau liegt. Wenn dem so wäre würde ich als Lektor arbeiten. Und auch wenn ich im vergangenen Jahr mehr und häufiger auf der Seite von Duden.de als auf meiner eigenen Seite verbracht habe und unglaublich viel dazugelernt habe, sehe ich täglich unter so manchem Facebook-Post oder in Kommentaren zu irgendwelchen Nachrichten eine Auslegung der deutschen Rechtschreibung, dass sich selbst mir die Fußnägel auf kräuseln. Dagegen bin ich Herr Duden persönlich.

Aber was für Folgen eine negative Kritik zur Rechtschreibung auf Amazon haben kann, erfahre ich gerade am eigenen Leib. Mein Roman »Die Takatomo-Verschwörung« lief zwei Wochen lang mit täglich fünf bis 10 Verkäufen hervorragend. Und dann kam das:

Gute Story, gut geschrieben und sehr spannend.

Format: Kindle Edition Verifizierter Kauf

Die Story ist wirklich super, aber ständig stolpert man über Rechtschreibfehler. Das nervt irgendwann.… (sic!)
Ein Lektor könnte für dieses Buch vermutlich wahre Wunder wirken

Die Folge: Seit 3 Tagen kein einziger Verkauf und vielleicht noch 100 Seiten über KindleUnlimited. In der Gesamt-Rangliste befindet sich der Roman dadurch im freien Fall. Von Platz 1.990 auf aktuell 11.118.

Ich bin jetzt echt verunsichert, zumal wir uns bei der Fehlersuche sehr viel Mühe gegeben haben.

Grrmpff

Die nächste Rezi ist bei Amazon endlich eingetroffen. Und das nachdem wir uns solche Mühe gegeben haben.

Format: Kindle Edition Verifizierter Kauf

Die Story ist wirklich super, aber ständig stolpert man über Rechtschreibfehler. Das nervt irgendwann….
Ein Lektor könnte für dieses Buch vermutlich wahre Wunder wirken.

illegale Downloads

Ich wusste im ersten Moment nicht so genau, ob ich mich geehrt fühlen sollte, als ich mein eigenes Produkt auf illegalen Downloadseiten wiedergefunden habe, oder nicht. Wobei, eine Ehre in dem Sinne meine ich eigentlich nicht. Vielleicht wird einem damit eher so etwas wie ein Adelstitel verliehen? Nein, auch nicht.

Ich weiß, dass das herunter laden eines Buchtitels dort nicht gleichbedeutend mit dem Interesse am Inhalt ist. Es ist eher die Sammelwut, die dabei viele antreibt. Damit wir uns da Richtig verstehen. Es ist FALSCH. Auch, wenn man sich dabei wie in einem Schokoladengeschäft fühlt. Überall leckere Sachen. Aber es sind die Ergebnisse harter Arbeit von anderen. Nicht die der Seitenbetreiber.

Andererseits ist es müßig sich darüber aufzuregen. Es bringt nämlich nichts. Die Seiten werden in Russland, Inden oder sonst wo gehostet und da kann man sich auf den Kopf stellen. Die gehen wohl eher nicht auf den freundlichen Hinweis ein, dass man als Rechteinhaber das nicht so gerne sieht. Wer sich dem Risiko aussetzen will und sich auf solchen Seiten um schaut, wird wahrscheinlich schon genug bestraft werden. Denn genau auf solchen Seiten fängt man sich leicht was ein.

Was kann man also aus dieser Erkenntnis gewinnen? Man kann es positiv sehen und sich einreden, dass zumindest der eigene Name vielleicht bei den Leuten hängen bleibt und sie bei nächster Gelegenheit, bei einem aktuellen Buch auf Amazon, zugreifen. Aber schön ist es nicht.

7. Woche

Ich habe mir jetzt gerade in einer Mini-Marathon-Sitzung drei Folgen am Stück von den Schreibdilettanten auf YouTube angesehen. Bin ganz durch Zufall drauf gestoßen und auch begeistert. Die beiden Thriller-Autoren Axel Hollmann und Marcus Johanus haben locker flockig in einem Videochat darüber debattiert, was zum Beispiel Facebook für einen Autor bedeuten und tun kann und was ein gutes Buch ausmacht. Bei ersterem Thema bestätigten sich meine unbewussten Annahmen, so dass ich mit allen Aussagen problemlos konform gehe.

Bei dem Video über das Thema was ein gutes Buch ausmacht, gab es jedoch schon bei den beiden untereinander keine endgültig überstimmende Meinung. Die Intensität mit der unterschiedliche Leser etwas wahrnehmen ist bei positiven Dingen von Leser zu Leser eben teilweise ja sehr unterschiedlich. Aber so ziemlich jeder Leser nimmt negative Dinge meist gleich intensiv wahr. Hätte die Frage also besser lauten sollen: »Was sollte man vermeiden, um kein schlechtes Buch zu schreiben?« Dann kann man auch eher zu einem Konsens kommen.

Da gibt es vermutlich nicht nur aus meiner Sicht ein paar Dinge, die man tunlichst vermeiden sollte. Angefangen von einer anderen Auslegung der Rechtschreibung wie der Duden sie vorgibt, über belanglose Dialoge, Logiklöcher bis hin zu einer unbefriedigenden Auflösung der Geschichte. Zu meiner Schande war gerade der erste Punkt zu Beginn meiner Karriere als Selfpublisher etwas, dass ich sträflich unterschätzt habe. Ich bin immer noch nicht an dem Punkt angelangt, an dem ich meinen Fähigkeiten bedingungslos vertrauen kann. Aber im direkten Vergleich zu meiner Leistung von vor einem Jahr bin ich doch schon etwas zufriedener. Da habe ich eine ganze Menge dazugelernt.

Wenn also die Geschichte in sich stimmig ist, keine unnötigen Längen die Anzahl der Buchseiten in die Höhe treibt, sich die Leute also unterhalten fühlen müssten, sollte eigentlich am Ende kein schlechtes Buch da stehen. Soweit meine Theorie. Ob das auf meine Bücher zutrifft, kann natürlich dennoch nur der geneigte Leser beurteilen. Mir selbst gefallen sie. Natürlich. Einigen Freunden die sie gelesen haben auch. Natürlich. Nur vom Rest der Leser habe ich bislang praktisch kein Feedback. Und das nervt. Natürlich.

Dabei sind die Verkaufszahlen, soweit ich das beurteilen kann, ganz ausgezeichnet. Ich habe ja keinerlei Vergleiche mit Autorenkollegen, aber wenn von zwei meiner fünf Romane innerhalb von nicht ganz vier Wochen über 80 Einheiten verkauft und weitere etwa 50 über KindleUnlimited ausgeliehen werden, ist das, glaube ich, doch schon ganz ordentlich. Die anderen drei sind noch nicht lange genug Online um auch für die eine Aussage zu treffen. Der einzige Lichtblick in dieser Situation ist, dass von Band zwei der NEOCHRON-Trilogie nach kaum einer Woche bereits ebenfalls acht Stück verkauft und etwa weitere fünf ausgeliehen und gelesen wurden. Das sagt mir zumindest das DIESEN Lesern der erste Band so gut gefallen haben muss, dass sie sich an den zweiten gewagt haben. Aber wie gesagt. Kein einziges Feedback. Wenn man jetzt noch die Ur-Versionen der Romane wie sie bei ePubli.de veröffentlicht wurden, mit einbezieht, geht die verkaufte Auflage aller Romane bereits jetzt an die 200 Stück heran. In nicht einmal einem Jahr.

Das der kostenlose Download von beinahe 1200 Stück keine Rezension gebracht hat, liegt vermutlich auch einfach an der Sammelwut einiger. Die wurden eher nicht gelesen, sondern verstauben jetzt auf ewig in irgendwelchen virtuellen Buchregalen.

Ich hoffe also weiter darauf, dass mir meine Leser entweder bescheinigen ein oder mehrere gute Bücher geschrieben zu haben oder dass ich es besser lassen sollte. Ich bin gespannt.

Arbulon

3d-arbulonArbulon, der Algenblob von einer fremden Welt, hat es auf die Erde verschlagen. Die grüne geleeartige Masse ist ausgeschickt worden, um den fortbestand der eigenen Art zu sichern. Seit 1945 manipuliert er im geheimen die Erinnerungen der Menschen und verspricht seiner Gefolgschaft, sie in eine angenehme Zukunft zu führen. Abtrünnige Vertraute die Angst vor der Zukunft haben und gierige Geheimdienste die von ARBULONS Möglichkeiten profitieren wollen, formieren sich über die Jahre hinweg als Gegner. Aber weder seine Vertrauten noch ARBULONS Gegner können ihren eigenen Erinnerungen trauen. Denn jetzt holt ARBULON zum entscheidenden Schlag aus.

Die nächsten Tage über steht ARBULON kostenlos als Kindle-Version bei Amazon zum Download zur Verfügung.