Resümee nach 7 Tagen

Gus Masters : Lilith ist jetzt seit einer Woche auf dem Markt. Zu behaupten, dass ich mit den Absatzzahlen zufrieden wäre, scheint mir übertrieben zu sein. In den ersten sechs Tagen der Vorbestellbarkeit kam jeden Tag eine hinzu. Das war es dann aber auch. Mittlerweile sind etwa zwanzig gekauft oder ausgeliehen und gelesen worden. Das ist keine Zahl die mich frohlocken lässt. ZOMBIECALYPSE geht dagegen, fünf Monate nach seinem Erscheinen, immer noch drei- bis achtmal am Tag über den virtuellen Ladentisch. Ich habe eigentlich keine Sorge, das GUS am Ende irgendwann seine Kosten nicht wieder eingespielt haben wird. Aber ein wenig mehr erwartet habe ich mir eigentlich schon. Zumal ich noch Stoff für wenigstens zwei weitere Bände habe und Teil zwei sogar schon zu einem Drittel steht.

Immerhin sind, vor allem durch die LovelyBooks-Leserunde, ein paar durchweg positive Kritiken eingetrudelt. Selbst die 4 von 5 Sterne-Bewertung klingt im Text wie 6 von 5 Sterne.

Ich habe hin und her überlegt, woran das liegt. Falscher Zeitpunkt, weil für den KindleStorytellerAward 2018 ALLE ihren Titel zum 1.Mai an den Start gebracht haben? Ist das Wetter zu schön? Sind 3,99€ für die Kindle-Version, entgegen aller Beteuerungen vieler Kollegen, dass der Preis für ein eBook kaum eine Rolle bei der Kaufentscheidung spielt, doch zu teuer? Oder, was ich am wahrscheinlichsten vermute, ist die Tatsache, dass die Handlung in einem Western-Setting spielt, daran Schuld? Ja, es kommen ein paar Pferde darin vor. Und die Handlung ist 1869 angesiedelt. Aber eigentlich spielt das Setting in einem Roman um Untote doch gar keine Rolle. Oder?

Man weiß es nicht.

Vorfreude

Die Vorfreude steigt. Am 1.Mai ist es wieder einmal soweit. Mein nächstes Buchbaby erblickt das Licht der Welt. Wie ich gestern gehört habe, hat GUS MASTERS den zweiten Lektorats-Durchlauf hinter sich gebracht. Bis auf ein paar wenige Details war diesmal alles okay gewesen. Es bleibt also beim Ergebnis, 9:2 für das Libri Melior Lektorat.

Unglaublich wobei mich, abgesehen von den sicherlich vorhanden Rechtschreibfehlern, Janine Weyer alles erwischt hat. Und ich dachte immer, ich würde ganz anständig recherchieren. Ob es nun Spencer Rifle oder Spencer Repeating Rifle heißt, 1860 oder 1866 das Produktionsjahr war oder ein 13-jähriger eben nicht nur 60 Pfund wiegt. Solche Sachen sollten eigentlich nicht durchrutschen. Sind sie aber. Nur auf den Vampyr, der im selben Text von einer anderen Person wiederum als Vampir bezeichnet wird, und dem Truckee Lake musste ich bestehen. Dabei kommen Vampire als Personen im Buch gar nicht vor. Also noch einmal, vielen Dank liebe Janine.

Neben der Vorfreude, beginnen aber auch wieder einmal die Selbstzweifel zu wachsen. Schrecklich, wenn man nachts wach liegt und überlegt, ob man die Protagonisten jetzt nicht zu schnell die 400 Meilen hat reisen lassen. Hätte man das eine oder andere nicht noch besser ausschmücken sollen? War das richtig, vier Wochen vor der Veröffentlichung das Buch zur Vorbestellung freizugeben? Sind die Karten/Lagepläne an der richtigen Stelle postiert? Was kann ich denn noch für Werbemaßnahmen ergreifen? Und das allerwichtigste. Funktioniert so ein wilder Genre-Mix überhaupt?

Auf das Cover muss nach einigen Konsultationen meiner, wie hat es Oliver Juwig so schön ausgedrückt, Marktbegleiter, unbedingt das Genre. Sonst könnten sich einige Leser veräppelt vorkommen. Auf den ersten Blick ist es ein Western. Der Roman wird aber in den Kategorien Science Fiction und Horror erscheinen. Da es eine Reihe werden soll, die auch langfristig gesehen das Western-Setting verlassen wird, stehen Cowboys nicht unbedingt im Vordergrund. Indianer gibt es nur einen einzigen. Und der hat im Moment weder Arme noch Beine. (Ich grinse jetzt gerade wie ein Honigkuchen, weil ich mir vorstelle, wie dem geneigten Leser gerade die Fragezeichen auf der Stirn stehen.)

Die Geschichte um GUS MASTERS startet zwar 1869. Band 2 wird aber bereits 1874 spielen. Und Verdun 1917 ist für Band 3 fest eingeplant.

Vorrangig ist es also erst einmal ein Horror-Roman mit Untoten. Wobei ich mich beim »gesplättere« etwas zurückgehalten habe, laut Janine. Dazu kommen noch ein paar außerirdische Gönner meiner Protagonisten. Und zum Ende hin ein Hauch von Fantasy.

Auf das Cover muss also Science Fiction-Horror-Western. Wenn euch das alles noch kryptisch und merkwürdig vorkommt, keine Panik. Beim Lesen wird sich das von selbst erklären.

Die große Frage lautet also, ob ich genügend interessierte dafür finden kann? Ehrlich gesagt bin ich mir total unsicher. Aber das liegt vermutlich einfach nur an der Anspannung.

Wenn ich euch jetzt also etwas neugierig gemacht habe, merkt euch den 1. Mai oder klickt gleich jetzt bei Amazon auf vorbestellen.