STERNENREICH – Die letzte Kaiserin

Faul war ich zwar nicht in den letzten acht Wochen. Immerhin habe ich sowohl ARBULON und Band 2 und 3 der NEOCHRON-Reihe komplett überarbeitet. Da war die DSVGO, die mich in Atem gehalten hat. Die Planung und Durchführung der verschiedenen Werbemaßnahmen für GUS MASTERS, ZOMBIECALYPSE, die NEOCHRON-Romane und die STERNENREICH Gesamtausgabe. Und zu guter Letzt kann ich mich zurzeit nicht beklagen, was täglich an Arbeit in meinem Geschäft anfällt.

Aber seitdem ich GUS MASTERS Anfang April ins Lektorat gegeben habe, war ich nicht mehr sonderlich kreativ. Hier ein paar Seiten am zweiten Band von GUS. Dort dreiviertel einer Kurzgeschichte die Band eins und zwei miteinander verbinden sollte und nun wohl doch eher in Band zwei integriert werden wird. Alles in allem nichts Weltbewegendes.

Gestern nun habe ich mich aufgerafft und mir die ersten Seiten der STERNENREICH Fortsetzung angeschaut, die ich schon im Januar geschrieben habe, bevor ich mich intensiv auf GUS MASTERS gestürzt habe.

Geplant hatte ich eine dreiteilige Fortsetzung mit jeweils etwa zweihundert Seiten, die am Ende wieder zu einer Gesamtausgabe verschmolzen wären. Ich weiß noch nicht genau, ob ich bei diesem Konzept bleibe. Im Moment tendiere ich eher zu einer direkten Veröffentlichung in einem dicken Roman. Das liegt einfach daran, dass ich ab November wieder der Herr über die erste Gesamtausgabe werde und eine parallele Neuveröffentlichung mit dem neuen Buch über Amazon plane.

An der Story wird sich nicht viel ändern. Die habe ich bereits ziemlich Detailliert durchgestylt. Ein paar Änderungen hier und da vielleicht, weil man durch den zeitlichen Abstand einen anderen Blickwinkel darauf bekommt.

Jedenfalls habe ich gestern Abend und heute den Tag über fast dreißig der geplanten sechshundert Seiten, also etwa 50.000 Zeichen, geschrieben. Für einen notorischen Langsamschreiber, der sonst kaum mehr als ein Kapitel am Tag schafft, weil er sich von Facebook und Co sofort wieder ablenken lässt, eine Menge Text. Manchmal ist so eine kreative Schaffenspause also auch von Vorteil. Danach flutscht es doch gleich doppelt so gut.

Eine kleine Kostprobe mit Knalleffekt am Ende gefällig?

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Das Wiedersehen mit den alten Freunden hätte herzlicher kaum sein können. Selbst Julio Ogistram, der seit nunmehr fünf Jahren der persönliche Leibwächter der Kaiserin war, vernachlässigte für ein paar Augenblicke seine Wachsamkeit und zog seinen alten Schützling Finn Huck fest an sich. Etwas neidisch betrachtete Gisbert die Szene. So herzlich hatte der dreihundert Pfund schwere Oganer ihn und Lopold nicht begrüßt.

Auch die Kaiserin ließ es sich nicht nehmen, den Leutnant intensiv zu drücken. Den Blick ihres Kammerdieners ignorierte sie schmunzelnd.

»Wir sind hier doch unter uns, Raglund«, hatte sie nur gesagt.

»Du bist etwas dicker geworden, Finn«, scherzte Lopold sofort und knuffte seinem großen Freund freundschaftlich gegen den Oberschenkel.

Andiemus van Poter schaute grinsend zu dem nur hundertzwanzig Zentimeter großen Pelzwesen hinab: »An das, was du zugelegt hast, komme ich aber nicht heran.«

Um kein allzu großes Aufsehen zu erregen, war die TINKERBELL auf dem »kleinen« Flottenverwaltungseigenen Raumhafen geparkt, der sonst nur für schnelle Kurierschiffe genutzt wurde. Der Hofstaat auf Imperium Prime wusste, abgesehen von Raglund Pfister, nichts von der Stippvisite in das Nachbarsystem. Tanjatabata Penelopa deTiera hatte das angenehme mit dem nützlichen verbunden und die TINKERBELL samt ihrer Aufpasser als Transportmittel genutzt. Ein klein wenig war die Kaiserin erstaunt gewesen, dass der Kammerdiener sich kein bisschen gegen den Ausflug zur Wehr gesetzt hatte.

»Und? Was hat es nun mit diesem Gedicht auf sich? Könnte es nicht einfach nur der Ruf nach Aufmerksamkeit eines schlecht bezahlten und von seinen Kollegen geschnittenen Professors handeln, der eine Geschichte frei erfunden hat?«

Im Gegensatz zu der Kaiserin und Finn Huck aka Andiemus van Poten, kannte noch niemand den Wortlaut des Gedichts und warum es die beiden und den Professor in solch helle Aufregung versetzt hatte. Gisbert Mortens konnte ich aber denken, dass sie sich hier nicht nur wegen ihrer alten Freundschaft trafen. Da musste schon etwas mehr dahinter stecken.

Der Leutnant kramte zunächst wortlos den Papierzettel hervor und reichte ihn der Kaiserin, die aber nur einen kurzen Blick darauf warf und ihn sofort an Gisbert weiterreichte.

»Unwahrscheinlich. Ich habe die vergangenen Tage den Professor intensiv überprüfen lassen. Er ist zwar ein klein wenig geltungssüchtig. Aber sein Ansehen in der Fachwelt ist über alle Zweifel erhaben. Außerdem habe ich mir mittlerweile die Originaldateien vor Ort angesehen. Das Gedicht ist ja nur das, was ohne Dechiffrierung lesbar ist. Da gibt es noch ein paar weitere Dateien.«

»Eine Blume – dornig und tiefrot,
am Tag der Krönung, ganz genau,
aus Zauberer Hand – nun lange tot –
fiel sie an die eine Frau.«

Gisbert hatte laut vorgelesen und ließ die Hand nun sinken. »Ja und? Da hat jemand ein nettes Gedicht geschrieben, dass nicht nur dich … ähem …«, stotterte er. »Darf ich noch Tanja sagen?« Verlegen schaute er zur Kaiserin, weil ihm das jetzt erst auffiel. Seit ihrem Start von Imperium Prime hatte er nicht darüber nachgedacht.

»Natürlich Gis. Wir sind unter uns«, wiederholte sie und amüsierte sich über den entsetzten Blick ihres Kammerdieners.

»Ein Gedicht, dass einen zu Tränen rührt, wenn man weiß um was es geht«, vollendete Gisbert seinen Satz erleichtert. »Also, wo ist da jetzt das Problem?«

»Nun, dieses Gedicht ist bereits etwa fünftausend Jahre alt.«

Verlosung

So. Die Gewinner der April Verlosung werden hoffentlich in den nächsten beiden Tagen Post bekommen. Hat etwas gedauert, weil ich die Verpackungsfrage etwas unterschätzt habe. In die gepolsterten C5 Umschläge passt natürlich KEIN Hardcover hinein. Ich hoffe, dass die Bücher heil ankommen.

Es kommt noch hinzu, dass meine Poststelle eigentlich genau vis a vis meines Ladens ist. Und trotzdem habe ich das aus Zeitgründen am Freitag nicht mehr auf die Reihe bekommen.

Wie üblich, habe ich die Bücher auch signiert, was ich vielleicht auf ein Autogramm hätte reduzieren sollen. So gesehen habe ich nämlich eigentlich gar keine schlechte Handschrift. Aber mit einem Füllfederhalter gewollt Schönschreiben, ist eine ganz andere Hausnummer. Verzeiht mir also das schreckliche gekrakel.

Vielleicht noch der Hinweis, dass bis Ende Mai noch eine weitere Verlosung läuft. Am 31.Mai verlose ich dieses Mal zehn digitale Bücher, mit freier Auswahl aus meinem bisherigen Schaffenswerk, unter allen Abonnenten des Newsletters.

Resümee nach 7 Tagen

Gus Masters : Lilith ist jetzt seit einer Woche auf dem Markt. Zu behaupten, dass ich mit den Absatzzahlen zufrieden wäre, scheint mir übertrieben zu sein. In den ersten sechs Tagen der Vorbestellbarkeit kam jeden Tag eine hinzu. Das war es dann aber auch. Mittlerweile sind etwa zwanzig gekauft oder ausgeliehen und gelesen worden. Das ist keine Zahl die mich frohlocken lässt. ZOMBIECALYPSE geht dagegen, fünf Monate nach seinem Erscheinen, immer noch drei- bis achtmal am Tag über den virtuellen Ladentisch. Ich habe eigentlich keine Sorge, das GUS am Ende irgendwann seine Kosten nicht wieder eingespielt haben wird. Aber ein wenig mehr erwartet habe ich mir eigentlich schon. Zumal ich noch Stoff für wenigstens zwei weitere Bände habe und Teil zwei sogar schon zu einem Drittel steht.

Immerhin sind, vor allem durch die LovelyBooks-Leserunde, ein paar durchweg positive Kritiken eingetrudelt. Selbst die 4 von 5 Sterne-Bewertung klingt im Text wie 6 von 5 Sterne.

Ich habe hin und her überlegt, woran das liegt. Falscher Zeitpunkt, weil für den KindleStorytellerAward 2018 ALLE ihren Titel zum 1.Mai an den Start gebracht haben? Ist das Wetter zu schön? Sind 3,99€ für die Kindle-Version, entgegen aller Beteuerungen vieler Kollegen, dass der Preis für ein eBook kaum eine Rolle bei der Kaufentscheidung spielt, doch zu teuer? Oder, was ich am wahrscheinlichsten vermute, ist die Tatsache, dass die Handlung in einem Western-Setting spielt, daran Schuld? Ja, es kommen ein paar Pferde darin vor. Und die Handlung ist 1869 angesiedelt. Aber eigentlich spielt das Setting in einem Roman um Untote doch gar keine Rolle. Oder?

Man weiß es nicht.

Ärger mit den Illustrationen

In GUS MASTERS: Lilith sind zwei Illustrationen enthalten die dem Leser einen besseren Überblick verschaffen sollen, wo sich die Handlung abspielt. Für die Print-Version war das insofern kein Problem, weil, größer als die Seite ist, geht es ja nicht. Für die eBook-Version habe ich mir dagegen die Karten gelegt. Tagelang habe ich herum experimentiert und bin am Ende nicht zu einer zufriedenstellenden Lösung gekommen. Die Illustrationen sind immer ziemlich exakt nur 50% der Bildschirmfläche groß.

Wenn ich das Manuskript als DOCX Amazon hochgeladen habe, hat es sie zwar einen Tick größer gemacht, aber merkwürdigerweise quer zur Leserichtung. In einer mit Calibre erstellen Version, machte er die Grafiken zwar Bildschirm füllend. Dafür hatte ich extreme Probleme mit den Kapiteln.

Am Ende habe ich mich doch für die altbewährte Methode entschieden und die Datei mit LibreOffice und Writere2ePub erstellt. Unter anderem auch, weil Amazon fast zehn Prozent mehr KENPC-Seiten erkannt hat.

Für alle die es interessiert sind hier noch einmal die Grafiken in voller Auflösung zu bewundern.

Update: So wie es aussieht, werden die Grafiken auf neueren Modellen wohl doch korrekt dargestellt. Die Probleme gibt es offenbar nur mit meinem eigenen Uralt-Kindle.

Die Gewinner der Verlosung

Der 1. Mai ist nun vorbei und nach dem aufregenden gestrigen Tag mit der Veröffentlichung von GUS MASTERS: Lilith, habe ich mich heute Morgen gleich einmal um die Verlosung für die Abonnenten des Newsletters gekümmert. Die drei Gewinner stehen nun fest. Versprochen habe ich drei Bücher. Entweder die Hardcover-Ausgabe von ZOMBIECALYPSE oder das Taschenbuch zu GUS MASTERS: Lilith. Von den 24 Teilnehmern haben drei das OptIn-Verfahren nicht abgeschlossen. Die fielen also unter den Tisch. Aus allen anderen E-Mail-Adressen habe ich dagegen auf  pooq.org die drei Gewinner ziehen lassen. 

Das kann man wunderbar reproduzieren und schummeln “iss nich”. Die drei Gewinner bekommen heute Nachmittag noch mal eine separate E-Mail. Herzlichen Glückwunsch also.

Allen anderen kann ich nur mehr Glück für das nächste Mal wünschen. Und damit dieses nächste Mal nicht so lange dauert, starte ich hiermit gleich die nächste Runde. Unter allen Abonnenten verlose ich zum 31. Mai 2018 diesmal 10 digitale Bücher aus meinem Portfolio. Zur Auswahl stehen diesmal GUS MASTERS: Lilith, Zombiecalypse, NEOCHRON – Eine zweite Chance oder STERNENREICH – Gesamtausgabe.

Die Teilnahmebedingungen sind dieselben. Also schnell in den Newsletter eintragen und bis zum Monatsende Geduld aufbringen.

 

Merkwürdiges Amazon

Mir ist für meinen letzten Roman »Zombiecalypse« gestern ein Phänomen untergekommen, dass Matthias Matting schon einmal vor anderthalb Jahren beschrieben hat. Und zwar die unterschiedliche Berechnung von KU/KENPC-Zahlen für verschiedene Formate beim Upload.

Bislang habe ich alle meine Bücher immer mit Writer2epub über LibreOffice erstellt. Um mein Impressum auf den aktuellen Stand zu bringen, habe ich dieses Mal stattdessen eine docx-Datei benutzt. Bei einigen Tests habe ich nämlich festgestellt, dass der nervige Leerbereich am Beginn eines Kapitels damit verschwunden ist. Außerdem ließ sich problemlos ein »echtes« Inhaltsverzeichnis hinten anstellen. Nicht nur die NCX-Anzeige über das Menü.

Meine Überraschung war jedoch groß, als der Roman plötzlich nur noch 490, statt der zuvor angegebenen 533 KU-Seiten, besitzen sollte. Und das, obwohl doch Text hinzugekommen ist.

Also habe ich die Datei dann doch wieder auf die bewährte Art erstellt, erneut hochgeladen und – was soll ich sagen, jetzt sind es 543 KU-Seiten. Jetzt stören mich die beiden Extra-Leerzeilen am Kapitelanfang plötzlich gar nicht mehr. Das macht immerhin 16ct, für jeden über KindleUnlimited gelesenen Roman, mehr aus. 

Den bereits zur Vorbestellung hochgeladenen “Gus Masters: Lilith” habe ich dann auch gleich noch auf die »alte Art« neu gemacht.

Verärgert

Ich ärgere mich gerade wieder einmal tierisch über die Abrechnung von BoD für die STERNENREICH – Gesamtausgabe. Auch im fünften Monat nach seiner Veröffentlichung hat der Titel immerhin noch 59 Käufer gefunden. Das ist jetzt nicht mehr die Welt. Aber wenn man bedenkt, dass die Zahl von insgesamt 614 mittlerweile selbst die Verkaufszahlen des ersten Bandes der Reihe übertrifft, ist das doch schon ganz beachtlich.

Das Ziel über BoD auch eine Menge Print-Versionen und eBooks über andere Shops zu verkaufen wurde erneut ganz klar verfehlt. Insgesamt wurden bei BoD gerade einmal 10 Prints verkauft. Und von den 59 eBooks im März gingen 47 Stück bei Amazon über die virtuelle Ladentheke. Das »MEHR« an Stückzahlen bei anderen Shops steht also zum fünften Mal in Folge in keinem Verhältnis zu dem »WENIGER« Ertrag bei Amazon. Ganze 61,74€ wird mir BoD für März in drei Monaten überweisen. Nach Abzug von Steuern bleibt also weniger als 1€ für jeden verkauften Titel. Zum Vergleich: Hätte ich nur die 47 Titel über Amazon verkauft, könnte ich am folgenden Monatsende runde 80€ Brutto eingestrichen haben. Fast 25% mehr. Und in der Rechnung fehlen noch sowohl die KU-Seiten, die dann sehr wahrscheinlich zusätzlich angefallen wären, als auch die Extra-Verkäufe der dann vermutlich besseren Platzierung.

Als Konsequenz daraus habe ich soeben die Kündigungen für alle meine Titel bei BoD verfasst. Denn auch die Print-Ausgabe von »NEOCHRON – Eine zweite Chance« wurde sogar nicht ein einziges Mal verkauft. Die Verträge laufen jetzt noch bis November bzw. Dezember. Danach wird man die Titel eben nur noch bei Amazon finden.

Ich weiß nicht wie es anderen Autoren in anderen Sparten ergeht. Aber BoD sollte sich schleunigst was einfallen lassen, wenn sie nicht über kurz oder lang alle Selfpublisher verlieren will die nachrechnen.

Und dann hat es …

… Klick gemacht. Ich hatte zwar schon für die vergangene Nacht erwartet, dass ZOMBIECALYPSE seinen 1000. Leser findet. Nun hat es aber eben bis 12 Uhr gedauert, als AMAZON mir wieder einen Stapel KU-Seiten zugebucht hat. Anyway.

Mir ist schon bewusst, dass einige Autorenkollegen in Anbetracht der Zahl Tausend in dreieinhalb Monaten eher müde lächeln. Ich für meinen Teil bin aber vollständig geplättet und schwebe auf Wolke sieben. Für die Statistiker ein paar Zahlen. 501x ging ZOMBIECALYPSE bei Amazon als Kindle weg. Insgesamt wurden 226.000 Seiten über KindleUnlimited gelesen, was bei 533 KU-Seiten eben ziemlich genau 424 Bücher ausmacht. Das Taschenbuch ging als Paperback 71x und als Hardcover (nur über meinen Shop zu haben) 4x über den virtuellen Tresen. Macht zusammen eben genau 1000 Stück.

Auch wenn die Zahl der Verkäufe von anfänglich 30 bis 40 Stück am Tag auf durchschnittlich nur noch 3 bis 6 herunter gegangen ist, bedeutet das natürlich noch keineswegs, dass es nun vorbei ist.

Selbst wenn nur noch einer am Tag geht, dazu muss man kein Rechengenie sein, sind das im Jahr immer noch 365. Ich weiß, Milchmädchenrechnung. Aber man wird ja wohl noch Träumen dürfen. 😉

Finanziell hat sich der Roman natürlich, bei etwa 1,75€ Erlös pro Stück, längst gerechnet. Lektorat und Cover haben zusammen unter 600€ gekostet.

Der Erfolg mit einem Zombie-Roman sogar Geld zu verdienen, hat mich letztlich völlig überrascht. Ich wäre schon froh gewesen, wenn ich die Kosten wieder hereinbekommen hätte. Offenbar gibt es doch weit mehr Liebhaber dieses Genres, die gleichzeitig auch einem Selfpublisher wie mir einen anständigen Roman zutrauen, als ich gedacht habe. Das lässt mich aber auch hoffen, dass mein nächstes Projekt, die GUS MASTERS-Reihe, ähnlich erfolgreich sein kann. Ich sage kann, denn Erfolg lässt sich natürlich nicht planen.

Band 1 von GUS MASTERS mit dem Untertitel LILITH erscheint am 1. Mai bei AMAZON als Kindle, Taschenbuch und für Prime-Leser kostenlos über KindleUnlimited. Band 2 (Arbeitstitel: DER BARON) ist schon in Arbeit und das Exposé für Band 3 liegt bereits in der Schublade. Je nachdem wie der wilde Genre-Mix aus Horror, Science Fiction und Western ankommt, kann es durchaus auch weitere Bände geben. GUS ist, zumindest in der Handlung, ein sehr langes Leben beschieden. Ich freue mich schon auf den Tag, wenn ich Finley irgendwann aus »Night of the living Dead« kommen und GUS davon erzählen lassen kann, dass man die Untoten, die sie schon seit so vielen Jahren jagen, jetzt Zombies nennt. Er wird sicher nicht »Der Einsame der Zeit« sein. Schließlich hat er ja eine ganze Reihe an Gefährten. Aber die Handlung wird irgendwann auch die Jetztzeit überholen. So ist zumindest der Plan. Und wer weiß, vielleicht trifft er ja irgendwann auf »Die letzte Kaiserin« des STERNENREICHs. Nein, ist nur Spaß. 😉

EU-DSGVO, 2.Teil

Die vergangenen zwei Wochen habe ich intensiv an meiner Autoren-Seite herumgebastelt, damit sie den Vorgaben der neuen EU-DSGVO zu entspricht. Ich bin ja wirklich nicht unbedarft, was das »schrauben« an Einstellung anbelangt. Aber wenn ich mir vorstelle, dass echte Laien versuchen ihre Seite Konform zu bekommen, dann leide ich buchstäblich mit ihnen.

Was im Moment bei Facebook und Co die Feeds beherrscht, ist zu einem großen Teil vermutlich reine Panikmache. Denn, inwieweit ab dem 25. Mai 2018 tatsächlich Abmahn-Anwälte durch die Gegend schwirren und die kleinen Webseitenbetreiber drangsalieren werden, weiß kein Mensch.

Trotzdem sollte niemand glauben, dass der Kelch mit einer »Kopf-in-den-Sand«-Taktik schon an einem vorübergehen wird. Ich bin mir allerdings sicher, dass die allermeisten Richter in Deutschland so etwas wie einen gesunden Menschenverstand besitzen. Sollte es also zu einer unnatürlichen Häufung immer der gleichen Vorwürfe gegen Webseiten-Betreiber kommen, dürften Änderungen an den Vorgaben unausweichlich sein.

Da ich weder Anwalt noch IT-ler bin, werde ich mir an dieser Stelle jeden Tipp verkneifen. Dafür gibt es mittlerweile genug Blogs, Webseiten und Facebook-Gruppen. Es gibt Listen mit Plug-Ins die man meiden sollte und Check-Listen, was man an Einstellungen bei den unverzichtbaren vornehmen muss.

Einige Dinge werden bestimmt noch kurz vor dem D-Day von den Erfindern der CMS-Systeme geregelt werden.

Ich für meinen Teil habe meine Seite nach besten Wissen und Gewissen auf Vordermann gebracht. Angenehmer Nebeneffekt ist, dass die Seite nicht nur frischer und hübscher aussieht. Sie kann jetzt auch einiges mehr. Der Shop funktioniert. PayPal funktioniert. Kommentare funktionieren. Die Maillinglisten für den Newsletter werden auf meinem eigenen Server gehosted und viele andere kleine Dinge mehr habe ich erledigt. Was noch fehlt ist die Umstellung auf HTTPS, was ich hoffentlich nächste Woche erledigen kann. Die Überprüfung der AGBs und der Datenschutzklausel auf der Seite. Und die nachhause telefonierenden Google-Fonts müssten noch abgeschaltet werden. Aber da sehe ich eher WordPress in der Pflicht.

Jetzt heißt es erst mal wieder Content schaffen. (check!)

»Sieh nicht hin, …”

“… sieh nicht hin. Du hast bestimmt besseres im Sinn. Die Serie ist fürchterlich und das gleich zu Beginn. Sieh nicht hin!«, lautet die Warnung am Beginn jeder Folge von Lemony Snickets Bericht über »Eine Reihe betrüblicher Ereignisse«. Ein Ohrwurm den man bereits nach dem ersten zuhören kaum noch aus dem Kopf bekommt. Es dürfte auch das erste Intro einer Serie sein, dass ich nicht absichtlich übersprungen habe, weil zu Beginn jeder Doppelfolge eine neue Strophe hinzukommt.

Um der Serie ein klein wenig die Wertschätzung zu gönnen, die sie verdient hat, deshalb mal etwas ganz anderes von mir. Ich frage mich nämlich, ob wirklich so viele der Aufforderung »lieber nicht hinzuschauen« gefolgt sind? Ich wundere mich, dass ich so wenig Meinungen zu Netflix neuester Fortsetzung des Kinderbuch-Klassikers zu lesen bekomme. Klar, die Ereignisse in der zweiten Staffel sind noch grausamer als in der ersten. Die Kinder Violet, Klaus und Sunny müssen erneut einen Schicksalsschlag nach dem anderen hinnehmen. Das Grauen ist dabei mit Sicherheit nichts für Kinder. 😉

Nein, nicht wirklich. Denn wenn der Erzähler (Patrick Warburton, genial als Jeff Bingham in der Sitcom »Rules of Engagement«) alle paar Minuten in die Szene läuft und eindringlich, mit Gleichnissen, Zitaten oder Erklärungen von Fremdwörtern die nun eine Rolle spielen werden, vor den nun folgenden Ereignissen warnt, ist das ein Fest für die Ohren. Oder wusstet ihr, dass sich ein Lepidopterologe mit Schmetterlingen beschäftigt?

Ein Fest für die Augen sind dagegen die aufwendigen Kulissen. Ich habe noch nie ein so schäbiges und doch glaubhaft aussehendes Krankenhaus gesehen. Dabei ist alles etwas comicartig überzeichnet ohne zu albern zu wirken. Absolut Oscar bzw. »Golden Globe«-verdächtig, ist das schief stehende »Kaufhaus«, in dem Graf Olaf die Waisenkinder durch Gänge mit liebevoll gefüllten Regalen jagt.

Überhaupt. Neil Patrick Harris (Barney aus »How I met your Mother«) spielt den Bösewicht Graf Olaf in immer neuen Verkleidungen so genial, dass ihm das Preise ohne Ende von den verschiedenen Filmakademien einbringen müsste.

Zur Handlung: Nach dem Feuertod ihrer Eltern werden die nun Vollwaisen, Violet, Klaus und Sunny von Mister Pope, einem Angestellten der Vereinigten Vermögensverwaltung und Freund der verstorbenen Eltern, zu immer neuen Vormündern gebracht. Der erste in der langen Reihe ist dabei Graf Olaf, der es natürlich auf das Vermögen der Kinder abgesehen hat. Er und seine Truppe abgehalfterter Schauspieler stellen den Kindern von Folge zu Folge immer mehr nach. Sie schrecken auch nicht davor zurück, die Vormünder nach und nach umzubringen. Natürlich glaubt den Waisen niemand wirklich, auch wenn nach Graf Olaf später landesweit gefahndet wird. Schließlich gelingt es ihm sogar Baby Sunny, als seinen eigenen Mörder hinzustellen.

Wie sich herausstellt, sind die Baudolaire-Eltern und einige der Vormünder einst Teil einer Geheimorganisation gewesen, was für eine Menge kniffliger Rätsel und Geheimnisse sorgt. Hilfe bekommen sie von einigen ihrer Agenten, die aber meist von Graf Olaf mehr unwissentlich ausgetrickst werden oder einfach an den Gegebenheiten scheitern. Dennoch gelangen Violet, Klaus und Sunny an immer neue Wissensfetzen über die Organisation F.F.

Die Handlung ist zum Teil absurd, die Personen sind extrem schrullig und dennoch macht es einfach Spaß dabei zuzusehen, wie die drei Waisen den immer neuen Nachstellungen von Graf Olaf entkommen.

Also, auch wenn Lemony Snicket euch immer wieder erzählt, dass es besser wäre nicht weiter zuschauen, weil die folgenden Ereignisse so grausam und das Schicksal der Baudelaire-Waisen so fürchterlich unbestimmt wäre, … hört nicht hin.

Netflix, 2 Staffeln mit zusammen 18 Folgen, je ca. 40-60 Minuten Laufzeit, die dritte Staffel ist bereits bestellt